Ich sehe was …

„Ich sehe was, was du nicht siehst“ – ein inklusives künstlerisches Projekt

„Ich sehe was, was du nicht siehst“ –  ein inklusives künstlerisches Projekt

In dem Projekt „Ich sehe was, was du nicht siehst“ werden 10 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 13 Jahren mit und ohne Behinderung an die Kunst der Fotografie und angrenzende, künstlerische Themenbereiche herangeführt. Einmal wöchentlich treffen sie sich in einem
Offenen Atelier in der Kölner Innenstadt. Hier erleben sie Raum für sich und ihre Fantasien, die sie unter professioneller Anleitung künstlerisch gestalten können. Ihrer individuellen Entwicklung entsprechend schöpfen sie aus ihren Ressourcen und lassen ihr Talent, ihre Persönlichkeit mit allen Emotionen in das Kunstwerk einfließen.

Die Kinder und Jugendlichen werden angeregt durch das Medium der Fotografie ihre Selbstwahrnehmung zu fokussieren, intensivieren und zu reflektieren. In der Stadt können sie mit einer Einwegkamera ihre individuelle Sicht auf die Dinge in der Umwelt bildlich zum Ausdruck bringen. Das Erkennen der eigenen Stärken und Ressourcen, insbesondere in Bezug auf das individuelle ästhetische Empfinden werden dabei geschult. Die prozesshafte Auseinandersetzung mit dem Objekt der Fotokamera und dem Medium der Fotografie ermöglicht den Kindern und Jugendlichen eine neue Herangehensweise an die sie alltäglich umgebende Welt.

Die entstehenden Fotos stehen sinnbildlich für unterschiedliche, individuelle Perspektiven auf diese. Der Ausdruck der eigenen Sichtweise über Fotografien setzt einen bewussten Umgang mit der eigenen Wahrnehmung voraus und ermöglicht infolgedessen sowohl die kritische Auseinandersetzung mit dieser, als auch ein wertschätzendes Akzeptieren der damit verbundenen, selbstständigen Arbeit.

Im Dialog über ihre Fotografie lernen die Kinder verschiedene Perspektiven kennen. Der kommunikative Austausch neuer Sichtweisen auf die sie alle gleichermaßen umgebende Welt wirkt anregend und inspirierend, so dass sich neue, bereichernde Perspektiven für die Kinder und Jugendlichen entwickeln können.

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Das Ergebnis des künstlerischen Prozesses wurde öffentlich in einer abschließenden Ausstellung präsentiert.

Durch die Verbindung von Fotografie, Kunst und Kreativität gelingt es einen Bogen zu spannen, der die teilnehmenden Kinder und Jugendliche auf experimentelle, spielerische und kreative Weise wichtige kulturelle Erfahrungen ermöglicht. Die Kombination der eigenen ästhetischen Wahrnehmung, dem leicht zugänglichen und handhabbaren Medium der Fotografie und der sowohl aus einzel- als auch gruppenbezogenen Arbeitsteilung ermöglicht ein großes Potential und ist eine Stärke dieses Projekts.

Bei der Konzeptplanung wurde vor allem der Bedarf einiger Heranwachsender mit Downsyndrom berücksichtigt.

Projektdauer: September 2014 – Februar 2015

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